Polar and Pierre Michel

von Dominic

Ich denke jeder Mensch hat Vorbilder. Ein Mann zu dem ich seit einigen Jahren aufschaue und mir bei quasi jedem Werk denke “Jup, fetzt mal wieder!” ist Pierre Michel.

Der frühere Compositing Artist, dem man seine Erfahrungen mit After Effects und Co einfach anmerkt, gehört meiner Meinung nach zu einem kleinen Kreis von beeindruckenden Regisseuren für die Werbe- und Image-Videoszene. Ich war schon immer der festen Überzeugung, dass die größten Talente der Videobranche früher oder später in der Werbung landen und auch wenn heutzutage jede Menge ganz, ganz große Sche*** in der Werbung läuft, so gibt es immer wieder diese Spots, die auch den Kenner aus den Socken haut. Was mir am Stil der Werbungen von Pierre Michel so sehr reizt ist zum einen der “Gänsehautfaktor” – dieses epische, dramatische schwinkt immer mit und sorgt dafür, dass sich die Haare aufstellen. Polar ist sogar ein Clip, den ich mittlerweile dutzende Male gesehen habe und welcher mich auch nach einigen Jahren immernoch beeindruckt. Funfact dazu: All die VFX-Shots in Polar sind fast ausschließlich mit Trapcodes Particular umgesetzt.

Nun aber genug Geschreibe. Hier die Playlist seiner Werke:

https://www.youtube.com/watch?v=GmOflUoHbwQ&index=8&list=UUW6id-e0e0Qml4WuA4sf5IQ

Der Würfel ist noch längst nicht gefallen…

von Ben

In der heutigen Inspiration wollen wir die Schiene der Selbstlosigkeit bereisen und unsere, sowie Eure Aufmerksamkeit auf musikalische Wegbegleiter unserer Entwicklung richten.

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Recording im Rahmen von Campus Records

In meiner Zeit an der HTWK Leipzig hatte ich persönlich die Freude und das Vergnügen, lange Zeit den Hauptverantwortlichen des Studentischen Hochschullabels Campus Records zu mimen. In kompletter Eigenverantwortung konnten dabei Studenten ihre Tabula Rasa des audiotechnischen Wissens selbst beschreiben, indem Bands gescoutet, angefragt, produziert und veröffentlicht wurden. Doch die notwendige Expertise ergießt sich nicht über Nacht, nur weil man die Hand des Mitarbeiters in den Kelch des Wissens taucht. Das Motto hieß: Workshops. In schweißtreibender Gemeinschaftsarbeit musste am geduldigen Werkstück Mikrofonierung, Routing und das generelle Know-How im Recording-Prozess an den Mann gebracht werden.

Doch nicht nur bei Campus Records, auch im Rahmen von Lehrveranstaltungen wurde ich in die weite Welt geschickt, um mal einen “strapazierfähigen Drummer” oder Sänger zu finden, der sich für die wissbegierigen Freunde des Tons hingibt. Rettendes Ufer des Klanges waren dabei immer die Jungs einer Band, die sich im Einzugsgebiet der Hochschule formiert haben: C.U.B.E. Fast alle Mitglieder kannte ich aus meiner Zeit an der Hochschule. Sei es nun als Mitglieder bei Campus Records, wissenschaftliche Mitarbeiter oder gar als Dozent – uns verband die Freude an der Musik, sowie Audiotechnik. Dabei entging mir ihr Werdegang keineswegs und aus kuscheligen und überschaubaren Gigs mit temporär zittriger Stimme, sind nun hervorragende Performances auch außerhalb des schattigen Umfelds der Hochschule geworden. cube

Ein guter Grund, die Inspiration für deren aktuelles Projekt zu nutzen. Denn nun wollen die Musiker ihr erstes Studioalbum mit der Magie des Crowdfundings realisieren. Dass solch ein Recordingprozess nicht von der Zahnfee finanziert wird, ist nicht nur den findigen Audiomenschen eines Projekts wie Campus Records klar und somit sollten Freunde von gepflegter Rockmusik aus Leipzig feuchte Ohren bekommen haben, wenn es darum geht, ehrliche Projekte zu unterstützen. Noch vier Tage habt Ihr Zeit, auf www.startnext.com/cube-rocks die sympathischen Wegbegleiter meines audiotechnischen Wirkens zu unterstützen und damit ein Stückchen dazu beizutragen, dass es Leute schaffen können, die es verdient haben.

Reis+ plant auch in Zukunft noch tolle Projekte von C.U.B.E. zu realisieren und ist gespannt, wie die Reise weitergeht. Hier könnt Ihr Euch das Pitchvideo gönnen, bei dem wir Körner den Jungs geholfen haben:

Abwarten und (exper)Tee trinken.

von Martin

Manchen Leuten kann man es einfach nicht recht machen, egal wie viel Mühe man sich gibt oder mit was für Argumenten man kommt – und diese ganz objektiv betrachtet auch eindeutig die besseren sind: weil sie durch Logik bestechen.
Gerade letzte Woche hat mir ein Freund von Problemen in der Arbeit erzählt, die sich ganz leicht lösen ließen wenn man zuerst die fragt, die Ahnung von der Materie haben. Stattdessen wird dem Kunden erst das Blaue vom Himmel versprochen um dann festzustellen, dass das so entweder gar nicht umsetzbar ist oder es schlichtweg eine Geldverschwendung wäre. Die Zeit in der man das diskutiert ist trotzdem verloren.
Doch nicht nur in der Arbeitswelt auch noch in Zeiten meines Studiums wurden ‘Kommunikationsprobleme’ ganz groß geschrieben. Passenderweise dazu, flatterte auch erst kürzlich der Clip der heutigen Inspiration durch meine Facebook-Timeline. (Dank an Lars und Pascal!) Dieser bringt es auf den Punkt, wie schwierig (fachfern) es manchmal sein kann fachfernen (schwierigen) Menschen das eigene Feld nahe zu bringen:

Stamen

von Dominic

Der heutige Clip zeigt mal wieder, wie wenig Inhalt ein Film doch eigentlich haben muss. Wer ist er, wer ist sie, woher kennen sie sich? Egal. Beeindruckende Bilder, schöne Fahrten, nett montiert. Das ist alles, was es braucht um zu unterhalten. Darum hat die heutige Inspiration auch wenig Text:

Viel Spaß heute mit: Stamen

We really fix it in Post

von Ben

In den Zeiten rasanter technischer Entwicklungen läuft jedes Berufsbild Gefahr, durch den bösen Geist der Maschine ersetzt zu werden. Was bei Ghost in the Shell natürlich als fast schon romantische Verklärung der Eigenständigkeit und Emanzipation eines technischen Bewußtseins zu empirisch-gesellschaftlich unergründeten Problemfällen führt, muss natürlich nicht so weit getrieben werden. Die augenscheinliche Gefahr beschreitet nicht den Pfad der Utopie und zeichnet sich bei weitem noch nicht in einer Art technokratisierter Selbstbestimmung aus, sondern lässt sich bereits heutzutage in der rauen See des Wasserglases unseres Alltages finden.ghost2

Die Angst des Menschen, in seiner Expertise ersetzt zu werden, ist real. Das Handwerk scheppert gar hölzern dennöch in Richtung Auswechslung, sodass die kalte Hand des Fortschritts fast beiläufig abklatscht, um zu zeigen, wer hier Fortschritt ist

So auch im Bereich der Kameratechnik, wo sich zeigt, dass wir in Sachen Bildgestaltung wohl eher dem Hauptverantwortlichen der Postproduktion über die Schulter gucken, als dem grimmigen Kameramann mit 20 Lenzen an Erfahrung. “Wir brauchen einen Cutter” schallt es wahrscheinlich bald durch die Räumlichkeiten der Produktion und ringt nach der Einschätzung des Mannes, der normalerweise im Kalender der Medienerstellung viel weiter hinten auftaucht.

Grund dafür ist die Lytro Immerge und deren Verwandte. Der aktuelle Ableger aus dem Regal der Lichtfeldkameras ist in der Lage, 360-Grad Material zu schießen. Was die BILD-Zeitung aktuell im lytro immergieKriegsgebiet ausprobiert, um dem Kampf gegen ISIS etwas Entertainment für den plebiszitären Sofagenuss abzuverlangen, ist jedoch in diesem Beispiel nicht die Krux. Das Stichwort ist hierbei “Lichtfeld”, was Videoaufnahmen zu einer mehrschichtigen Angelegenheit macht. Die plenoptische Erfassung macht es möglich, neben der Position auch die Richtung des einfallenden Lichtes auf dem Sensor zu erkennen. Damit lassen sich Bildpunkte in ihrer Anordnung im Raum bestimmen und nachträglich Schärfenverlagerungen, sowie die Abtastung des Bildes über das Rohmaterial realisieren.

Demnach braucht es bei einer plenoptischen Erfassung im 360-Grad-Winkel kaum mehr einen Kameramann, der die Geschichte eines Bildes erzählt. Vieles lässt sich nun mehr in der Post lösen. Damit wäre die “Sippe” des Kameramanns in Gefahr. Der Regisseur positioniert die Lytro Immerge im Raum und überlässt dem geduckten Volk der Videoverwertung die Ausgestaltung des Bildes.

Die Frage ist nun – Wollen wir das? An dieser Stelle lässt sich dies nicht beantworten. Einzige Erkenntnis ist, dass der Fortschritt unserer Technik neue Fragen und Berufsbilder aufwirft. Am Ende wird sich zeigen, ob sich Tradition oder die Möglichkeiten unserer Mittel durchsetzt.

Time to say goodbye!

Holt die Taschentücher raus und haltet die Tickets für den Feels-Train bereit! In der letzen Alternative der vierten Episode ‘Finale’ wird es noch einmal richtig emotional! Vergesst den EM-Sieg und das Dschungelcampfinale – wenn es zum Showdown zwischen Nick Rumble und Steve kommt, bleibt kein Auge trocken!

Mit dieser letzten Veröffentlichung bleibt uns nur noch erneut Danke zu sagen für Eure Beteiligung, die viele gute und konstruktive Kritik an unserem Erstlingswerk ‘Breaking News’ und die spannende Zeit, die wir während der Arbeit an diesem Projekt erleben durften!
Bald werden wir Euch noch ein paar interessante Hintergrundinformationen zum Produktionsergebnis liefern und nebenbei arbeiten wir fleißig an der DVD und einem ganz besonders explizitem Schmankerl für Euch! Was es bald Neues von Reis+ gibt, erfahrt Ihr natürlich hier! Bleibt gespannt!

Beste Grüße,
Euer Reis+ Team!

 

 

Endspurt!

In der vorletzten Runde der alternativen Episoden von Breaking News, lässt es sich Nick Rumble nicht nehmen zu testen, ob man sich auch mit einer simplen Banane seiner Gegner entledigen kann – funktioniert ja bei Shoot ’em Up schließlich auch! Vorher muss es ihm allerdings gelingen den bösen Steve doch noch vom Guten zu überzeugen. Und zu allem Überfluss taucht schließlich Nicole plötzlich auf – mit einer Bombe im Gepäck – aber Steve tut alles um seinen Freund Nick zu beschützen!

Wahnsinn!

 

One-Shot

von Dave

Seit dem Alter von ungefähr 16 Jahren bin ich fasziniert von Videos in dem Extremsportarten gezeigt werden. Dabei reizt natürlich der Sport selber – aber noch viel mehr sind es die Bilder, die mich in Ihren Bann ziehen. Jeden Winter entstehen neue Ski- und Snowboardfilme, jeden Sommer neue Mountainbike-Sequenzen, von anderen verrückten Sportarten mal abgesehen.

Jedes neue Video hat natürlich das Ziel die Vorjahrsaufnahmen zu übertreffen. Sei es durch noch spektakulärere Stunts oder kreativere Bilder. So entstand im Sommer 2015 ein vom Bildmaterial ziemlich mächtiges Mountainbikevideo, auf welches ich euch heute hinweisen möchte. Meist bestehen solche kurzen Sequenzen aus bis zu 40 verschiedenen Einstellungen. Hier wurde alles in einem „One-Shot“ gedreht. Die Kamera war auf einem Gimbal auf der Ladefläche eines Pick-Ups montiert, welches genau wie die Kamera aus dem fahrenden Fahrzeug heraus ferngesteuert wurde.

Den ganzen Film habe ich leider noch nicht gesehen, glaube aber dass es sich lohnt dafür Geld zu investieren.

Ein kurzes Making-Of-Video gibt einen Einblick, wie der Dreh abgelaufen ist:

Kennt ihr noch mehr interessante Videos von Extremsportarten?

Schreibt sie gerne in die Kommentare.

Der Anchorman kommt!

Heute möchten wir Euch unseren Liebling vorstellen: Den Anchorman-Approach! Als dritten Möglichen Angriff auf das Informati Tivi Hauptquartier, moderiert sich Nick Rumble heute durch die feindlichen Reihen. Ein klassischer Rumble!
Wir wünschen Euch guter Unterhaltung! Zusätzlich gibt’s die Variante der ‘Knallerbsen’ als Nicks favorisierte Waffe und er entledigt sich der Escortdame Nicole Ashannov mit Hilfe seiner Pokémonkarten:

 

Als wäre die gute Nicole nicht schon genug gestraft, gibt es der Vollständigkeit zuliebe auch noch ein kurzes Snippet mit der Variante ‘Tod durch Nasenhaartrimmer’ in unsere YouTube Playlist der alternativen Versionen:

Zweite Alternative von ‘Suche’ online!

Last but not least gibt’s heute die letzte Alternative für Episode 2!

Mit der Option ‘Handyvideo’ konntet Ihr beim Voting eher wenig anfangen, jetzt wird das Geheimnis gelüftet!

Als dritten Gegenstand neben dem von Euch bevorzugten Nasenhaartrimmer und dem Jojo hat Nick Rumble heute seine ‘Pokémonkarten’ im Gepäck. Die gute Nicole musste beim Dreh aber auch einiges aushalten!

Wir wünschen Euch viel Spaß beim Ansehen!

Schreibt uns doch, ob Euch die Variante im Communitycut gefällt oder Ihr Euch im Nachhinein doch anders entschieden hättet! Wir sind gespannt!

Am Montag geht es dann mit den alternativen Approaches von Episode 3 weiter!

Beste Grüße und schönes Wochenende,
Euer Reis+ Team!