Der kleine Drache Kokosnuss auf YouTube

Auf einer Insel weit entfernt, da leben alle Tiere gern! Da gibt’s einen Berg und einen Fluss und einen Drachen Kokosnuss!
Es war Winter im Jahre 2014 als Dominic, Ben und Martin im Modul Sounddesign das erste Mal auf den knuffigen Drachen trafen. Als eine Fingerübung im Audiostudio sollte das Hörspielstück entstehen, das auch heute noch viele unserer Freunde begeistert. Lange hat es bei Soundcloud auf der faulen Haut gelegen und sich vor der Öffentlichkeit gedrückt. Jetzt haben wir es abgestaubt und nach YouTube umgesiedelt. Wir wünschen Euch viel Spaß beim Neuhören und Wiederreinhören!
Wenn es Euch gefällt, dann lasst einen Kommentar und ein Like da! Vielleicht gibt’s dann irgendwann die Fortsetzung!

Beste Grüße,
Euer Reis+ Team!

Nachtrag: Leider hat der Verlag bei dem der kleine Drache Kokosnuss veröffentlicht wird unseres und viele weitere Fan-Videos auf YouTube aus urheberrechtlichen Gründen sperren lassen. Schade! Wir versuchen mit den Jungs und Mädels dort zu reden und sie zu überzeugen, dass wir keineswegs die Absicht haben mit unserem kleinen Hörspielversuch Geld zu verdienen oder wovor auch immer sie noch Angst haben was wir mit Kokosnuss tun könnten zu tun. Vielleicht zeigen sie ja etwas Nachsicht und wir können bald wieder online gehen. Wir melden uns sobald es da etwas Neues gibt!

https://www.youtube.com/watch?v=v8oF7Rihfh0
Mit den Stimmen von:
Benjamin Schmidt – Kokosnuss, Oma Aurelia
Nasrin Gazawi – Lulu
Martin Blum – Erzähler, Matilda, Opa Jörgen

Intro-Text: Martin Blum & Benjamin Schmidt
Text: Ingo Siegner
Musik: Donkey Kong Country – OST
Sounds: CC
Hintergrundbild Flaschenpost: https://www.flickr.com/photos/kevlewis/

We fix it in Post

von Martin

Was in unserem dritten Semester noch sinngebend für den tollkühn-kecken Namen ‚Fix It Later Productions‘ von Dominics und Bens Fantasiefirma in einem Modul Namens ‚Praxis der Medienproduktion‘ herhielt, fand sich 2013 als Titel eines Kurzfilms der Firma Autodesk wieder. Ein kurzer Satz den man in der Medienbranche nur allzu oft hört und mal mehr oder weniger Ernst gemeint bei Videoproduktionen in die Runde geworfen wird: We fix it in (the) Post. Gemeint ist damit kleine Produktionsfehler am Set, fehlende Requisiten oder vielleicht auch ganze Schauspieler in der Postproduktion am Computer nachzubilden – je nachdem wie Ernst es gemeint oder wie groß das Problem war.
Autodesk hat mit ihrer Software Smoke dazu ein Tool entwickelt, dass sich dazu besonders gut eignen soll. Um das zu veranschaulichen hat Regisseur Jeremy Hunt einen kleinen Film gedreht, der auf überspitze Art zeigt, wie tief sich der Gedanke Dinge nicht am Set sondern in der Postproduktion zu realisieren in die Köpfe der Medienschaffenden gebohrt hat.

Natürlich soll dies als Werbung für Smoke herhalten, doch wenn sich wie im Hobbit bereits gestandene Zauberer vor lauter Grün an den Kopf fassen und digitale Hasen günstiger sind als echte, dann ist’s wohl auch irgendwann mal zu viel des Guten.

Daher sehe ich den heutigen Kurzfilm als Kunstwerk der Postproduktion aber auch als Erinnerung daran, dass man im Computer zwar viel erschaffen kann, aber aufpassen muss, dass dabei das Leben nicht auf der Strecke bleibt. Wie schon Kermit der Frosch sagte: It’s not easy being green. Viel Spaß!

Das war’s dann auch schon mit Inspiration #99 (# = Nummer). In der nächsten Woche machen wir dann die 100 voll! Juhu! Da gibt’s dann was Besonderes. :-O

Bis dahin!

Das ist ja der Hit man!

von Martin

Dieses Vorwort geht raus an die Dozentin, die meine Masterarbeit betreut. Falls Sie das hier lesen sollten, bin ich natürlich sehr fleißig am recherchieren und schreiben und so! Und dies hier ist keinesfalls etwas, dass ich viel lieber mache als Bücher lesen, alte Leute zitieren und Fußnoten einfügen! Die Jungs mussten mich förmlich dazu zwingen die Arbeit niederzulegen um die Inspiration zu schreiben! Ganz ehrlich! Ich weiß! Das geht ja gar nicht! Trotzdem muss es sein… :(

Um alle Parteien zufrieden zu stellen nehme ich einfach die Gelegenheit wahr heute über etwas zu schreiben, auf das ich während der Recherchen für meine Arbeit gestoßen bin und ebenfalls sehr gut in unseren Blog passt. Donnerwetter! Ich muss ja tatsächlich was tolles studieren! Für meine Abschlussarbeit befasse ich mich damit, wie man doch bitte all die tollen interaktiven fiktionalen Inhalte, die uns das Internet bietet ins lineare Fernsehen übernehmen kann.

Mit Breaking News haben wir seinerzeit selbst zu diesem Pool an interaktivem Content beigetragen. Und auch die Jungs und Mädels von RealmPictures haben sich auf ähnliche Pfade begeben. Allerdings nicht wie wir auf Basis von Mehrheitsentscheidungen durch Einbezug einer großen Community sondern indem Sie zunächst ahnungslose Chatroulettanten in ein actiongeladenes First-Person-Adventure stürzten. Mit Level 1 und Level 2 haben Sie dabei bereits eine verdammt gute Show abgeliefert. Ihr vorläufiges Meisterwerk sollten sie dann allerdings mit Real Life Hitman vollbringen. Richtig gehört! Ihr seid der Hitman und müsst eine Zielperson eliminieren – also Ihr steuert den Hitman, der sich in Echtzeit durch ein echtes Schloss schleicht und Wachen, Personal und schließlich den Bösewicht vielleicht nicht ganz echt ausschaltet. Es ist ja immerhin noch ein Spiel.
Um dieses Abenteuer für die Probanden zu realisieren wurde nicht nur einiges an Technik und Personal aufgefahren, sondern es gab auch im Vorfeld ordentlich Gehirnarbeit zu leisten um auf alle Möglichkeiten vorbereitet zu sein.
Für die Durchläufe dann standen Sie ebenfalls vor unterschiedlichsten Herausforderungen: Wir müssen die Third-Person-Sicht dem Spiel möglichst genau anpassen und das Live-Voice-Over möchte doch auch bitte mit allen Effekten, Dialogen und der Musik in Echtzeit gemischt werden!
Halleluja! Wie das dann alles aussieht könnt Ihr Euch unten im Video anschauen.

Was mir etwas Freude an dem Ganzen nimmt, ist die Tatsache, dass oben angesprochene Probanden leider Gottes sogenannte YouTuber sein mussten… Furchtbar.
Ich kann nur hoffen, dass RealmPictures sich für ihr nächstes Projekt wieder an unbekannte Dus und Ichs hält.
Jetzt müssen wir es ja nur noch schaffen, diese Art von Spiel/Film jedem von uns zur Verfügung zu stellen… Vielleicht weiß ich ja nach meiner Masterarbeit mehr. Ich halte Euch auf dem Laufenden! ;)

Ihr wisst was jetzt noch fehlt: Eine freche Catchphrase in aktuellem Internetjargon und das Behind The Scenes Video.

-> Hier noch 1 nices Video vong hinter den Kulissen her:

In der Ruhe liegt die Kraft

von Martin 

Ich mag keine Hektik. Wer mich kennt weiß, dass es bei mir eher gemütlich zugeht. In Tagen von Timelapsen/s (?) und Zeitverdichtung ist es meiner Meinung nach ganz essentiell sich zumindest ab und zu auch mal auf das Ruhige, das Langsame zu besinnen. Ihr braucht jetzt aber nicht fürchten, dass dies ein dröger Vortrag über die Vorteile der Behäbigkeit wird. Vielmehr möchte ich Euch in dieser Inspiration Die Kunst des Langsamen im Film näher bringen. Besser gesagt Euch jemanden näher bringen, der Euch das dann näher bringt.
Auf dem YouTube-Kanal The Discarded Image habe ich vor einiger Zeit einen kurzen Clip gefunden, der mich zu diesem Beitrag inspiriert hat. Abseits der Möglichkeit die Zeit im richtigen Leben zu manipulieren bieten uns Filme die Möglichkeit dies ausgiebig zu tun. Julian Palmer zeigt uns in seinem Video wie die Filmsprache durch Slow Motion beeinflusst werden kann. Seht selbst:

Herrlich langsam. Jetzt möchte ich Euch noch an zwei von meinen liebsten Slow Motion Szenen teilhaben lassen.
Zum einem ist da Hammys Supermove. Ihr wisst schon Hammy das hyperaktive Eichhörnchen aus dem Animationsfilm Ab durch die Hecke. Für diejenigen, die damit nichts anfangen können: Eines schönen Tages wachen die Tiere im Wald auf und bemerken voller Schreck, dass ein Großteil ihres Waldes über Nacht einer neue Wohnsiedlung weichen musste. Sie finden das nicht gut. Es eskaliert. Und es gibt Hammy als lustigen Sidekick. Das sowieso schon viel zu schnelle und hippelige Hörnchen, darf sich am Ende des Filmes endlich den lang ersehnten Energydrink einverleiben. Das resultiert darin, dass sich alles für Hammy zu verlangsamen scheint, während er in seinem Superspeed ganz normal durch die Welt laufen kann. Und weil YouTube ach so ein wundervoller Ort ist, gibt’s das Ganze auch unterlegt mit Eurythmics:

Die zweite Szene macht von Slow Motion zwar nur kurz Gebrauch, allerdings trägt sie beim wohl am besten inszenierten Tischkicker Spiel der Filmgeschichte zum nervenaufreibenden Höhepunkt bei.
Mit einer ganz klaren Empfehlung sich den gesamten Film anzusehen (meiner Meinung nach einer der besten deutschen Film ever, ever!) folgender Ausschnitt aus Absolute Giganten:

Das war dann jetzt aber auch genug und so langsam könnt Ihr Euch wieder dem widmen wovon Ihr Euch mit dieser Inspiration abgelenkt habt. Aber ganz langsam.

Grüße,
Jemand, der eigentlich seine Abschlussarbeit schreiben sollte.

Wer hat die Uhr gedreht?

von Martin

‚Eyes open in the street traffic!‘ sicherlich hätte die Queen auch diesen Spruch mit dazugehörigem feschen Hashtag auf unzählige Plakate drucken und aufhängen können um unkonzentrierte oder abgelenkte Autofahrer dazu aufzurufen im täglichen Verkehrsgewimmel der Metropole London verstärkt auf oftmals schwer zu erspähende Fahrradfahrer zu achten – das hätte aber bestimmt nicht die gewünschte Wirkung erzielt. #printwerbungisttot #?
Stattdessen hat sie sich zusammen mit dem Bürgermeister die Macht des Films zu Nutze gemacht, aus welchem Grund es ihre virale Kampagne auch in unsere Inspiration geschafft hat. Der Videoclip Whodunnit nutzt die Möglichkeit ein Set bewusst in Szene zu setzen und Bilder zu kadrieren um dabei die Aufmerksamkeit des Zuschauers direkt zu steuern. Dabei ist es dieses Mal nicht unbedingt das was gezeigt wird, sondern viel mehr das, was uns die Kamera vorenthält. Ein wunderbares Gestaltungsmittel mit viel Raum für Experimente:

Und der Mörder war die Gärtnerin. #alltimeclassic #immerdiesebriten
It’s just a matter of observation!

Pillars of Creation

von Dominic

Ich war schon lange ein großer Fan von Weltraumaufnahmen. Allein wenn man darüber nachdenkt, welche Technologie dahintersteckt und wie weit entfernt die meisten dieser Motive doch in Wirklichkeit sind, sollte einem klar werden, wie besonders solche Aufnahmen doch sind.

Aber wusstet ihr, dass die farbfrohen und beeindruckenden Aufnahmen des Hubble Teleskop nachträglich coloriert werden und in Wirklichkeit eigentlich Schwarz-Weiß-Aufnahmen sind?

Lest mehr darüber unter diesem Link.

 

Connected

von Dominic

Postapokalyptische Filme scheinen viele Leute zu begeistern. Ein Glück für uns, dass die heutige Inspiration dieses Genre trifft. Der Kurfilm der Inspiration ist ein Film von Jonas Drotner Mouritsen. Der, aus Dänemark stammende, ehemalige VFX-Artist ist seit einigen Jahren in seiner gegründeten Firma Chromascope tätig und mir zum ersten Mal im Jahre 2009 aufgefallen, als ich Connected zum ersten Mal sah.

Das schöne an diesem Film ist, dass er komplett ohne Dialog auskommt und es dennoch schafft stimmungsvolle Situationen zu kreieren. Aber besser nicht zu viel verraten: Hier ist der Film – Viel Spaß!

 

Faszination Room Escape

Gastbeitrag von Robert

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„Wir haben nicht mehr viel Zeit, Leute!“ „Versuch’s mal mit 4962!“ Die Kombination passt, der Safe öffnet sich. In ihm finde ich einen Schlüssel, mit dem ich endlich die Tür aufbekomme. Geschafft! Und sogar noch ein paar Minuten auf der Uhr…

Drehen wir die Zeit etwa eine Stunde zurück. Ich habe mich mit ein paar Freunden zu einer Room Escape Challenge verabredet. Dort werden wir vom Spielleiter freundlich empfangen, in das Spiel eingewiesen und in einen Raum geführt. Hinter uns schnappt die Tür ins Schloss – und ab jetzt läuft die Zeit.

 Auf den ersten Blick sieht es aus wie ein ganz normales Wohnzimmer. Nur wer wirklich gründlich sucht, kann alle Hinweise finden, die sich im Raum verstecken.

Auf den ersten Blick sieht es aus wie ein ganz normales Wohnzimmer. Nur wer wirklich gründlich sucht, kann alle Hinweise finden, die sich im Raum verstecken.

Room Escape Challenges gibt es inzwischen in fast jeder größeren Stadt Deutschlands. Sie bieten unterschiedliche Settings und Szenarien und haben auch ihre eigenen kleinen Geschichten. Das Ziel des Spiels ist aber immer das Gleiche: Versuch einen Weg aus dem Raum zu finden. Um das zu schaffen, muss man nach Hinweisen suchen, die im Raum versteckt sind. Mit diesen kann man dann Rätsel lösen, die einen daraufhin mit weiteren Hinweisen belohnen. Und so hangelt man sich von Rätsel zu Rätsel und findet hoffentlich am Ende den passenden Schlüssel zur Freiheit. Damit man sich dabei nicht zu viel Zeit lässt, gibt es einen Timer, der pausenlos herunterzählt und tickt. Läuft er ab, bevor man den Raum verlassen kann, hat man verloren.

Doch was genau macht den Reiz daran aus, sich in einen Raum einsperren zu lassen, nur um wieder einen Weg nach draußen zu finden? Eine Room Escape Challenge fühlt sich irgendwie wie ein gutes altes Adventure à la Monkey Island an. Es ist vor allem dieses Erfolgsgefühl, was man bekommt, wenn man einen Hinweis richtig zuordnen kann. Am Anfang läuft man meist recht planlos durch die Gegend und sucht einfach jeden Winkel im Raum nach etwas Verdächtigem ab: Hat die Vase auf dem Tisch etwas zu bedeuten? Sind die Zahlen, die auf der Quittung stehen, vielleicht doch wichtiger als ich denke? Je länger das Spiel jedoch dauert, desto mehr fügen sich die einzelnen Teile zu einem großen Ganzen zusammen. Man lernt, die wichtigen von den unwichtigen Dingen zu unterscheiden und erkennt immer schneller, welcher Hinweis zu welchem Rätsel gehört. Hat man das erst mal geschafft, ist das eigentliche Lösen der Rätsel meist nur noch eine Frage der Zeit und der eigenen Kombinationsgabe.

Zurück zu meiner Gruppe: Wir haben den Raum gerade noch rechtzeitig erfolgreich verlassen und dafür sogar eine Auszeichnung erhalten. Zum Glück gibt es hier noch einen zweiten Raum, der noch eine Ecke knackiger als der erste sein soll. Den müssen wir unbedingt auch noch angehen – denn Spaß hatten wir allemal!

Wer jetzt Lust auf eine Room Escape Challenge bekommen hat, kann das demnächst ganz bequem vom Sofa aus machen: Unser Studentenprojekt „Subjekt 12“ an der HTWK Leipzig wird live übertragen, und man kann online mitspielen. Die interaktive Room Escape Challenge beginnt am 8. Februar 2016 um 18 Uhr. Wenn Ihr auf dem Laufenden bleiben wollt, werft einen Blick auf die gleichnamige Facebookseite. Dort findet Ihr zahlreiche Links und Informationen, die Euch den Charakteren und der eigentlichen Story näher bringen:
Auf www.van-houten.de findet Ihr Blogeinträge eines Professors, der versucht seine ominöse Forschungsarbeit um jeden Preis zum Abschluss zu bringen. Ein letztes Experiment soll die erhofften Ergebnisse bringen, doch aufgrund potenzieller Risiken, die das Experiment mit sich bringt, gestaltet sich die Suche nach einem Probanden schwierig. Das Hackerkollektiv „Hacktivisten“ versucht derweil den Professor von seinem Vorhaben abzuhalten. Gemeinsam hacken sie sich in die Daten des Professors und legen seine geplanten Experimente offen. So wollen sie erreichen, dass der Professor seine Reputation verliert und seine Forschungsarbeiten abbricht. Mehr Infos über die Hacktivisten findet Ihr auf ihrer Seite www.hacktivisten.org.

Realisiert wird das Vorhaben von zehn Studierenden der HTWK Leipzig, die gemeinsam mit ihren Dozenten und vielen weiteren Helfern seit einigen Wochen eifrig an dem Projekt arbeiten. Drei GoPros, sowie eine Dome-Kamera sind im Einsatz und sorgen dafür, dass Euch auch ja nichts entgeht, was gerade im Raum passiert. Wie die Sendung verläuft und welches Ende das Experiment des Wissenschaftlers findet, liegt auch an Euch – Genaueres wird jedoch noch nicht verraten! Mehr erfahrt Ihr am 8. Februar 2016 ab 18 Uhr und vorher bei Facebook. Habt also immer ein wachsames Auge auf den Livestream!

Zum Schluss noch einmal eine kleine Animation, die unser Projekt „Subjekt 12“ kurz und bündig zusammenfasst. Wenn’s gefällt, drückt auf Like und teilt es gerne mit Euren Freunden!
https://www.facebook.com/video.php?v={1673219689593562}

Zwischen Zweifel und Stallone

von Martin

Denn er wusste nicht was er tat.
Mit Breaking News ist mir erneut das ‚große Glück‘  zuteil geworden ein weiteres Mal in die Rolle des Anchorman Nick Rumble schlüpfen zu dürfen. Auch wenn ich meiner Meinung nach als Schauspiel-Laie mit dem letztlichen Ergebnis doch recht zufrieden sein kann, so war der Weg dahin doch oft gespickt mit Zweifeln und eher experimentellen Schauspielversuchen.

Als wir uns im Sommer 2014 mit den ersten Ideen und Entwürfen zu ‚Breaking News‘ (der Name kam dann irgendwann später dazu) befassten, stellte ich Ben, Dave und Dominic bei jedem Treffen vor die selbe Frage:

„Ihr seid euch wirklich sicher, dass ich das spielen soll?!“

Die Antwort war stets gleich: „Ja klar. Das wird schon irgendwie.“

Natürlich war ich froh, dass meine Freunde so viel Vertrauen in mich setzten und da ich sowieso schon immer Nick Rumble gemimt habe, hab ich es eben gemacht. Zwar hatte ich mich bereits bei einigen unserer früheren Produktionen wie der Winki-Saga, Marathon Inside und Telévision Extraordinaire schon vor der Kamera versucht, aber gegen echte Schauspielerei mit Emotionen, Handlung und Dialogen waren tölpelhafte Sketche und auswendig gelernte Moderationen doch ein ganz anderes Kaliber.

Nick

Später dann, als die Produktion immer näher rückte und Handlung und Dialoge im Drehbuch immer weiter Form annahmen, kamen doch die ersten allgemeinen Zweifel an meinem Schauspieltalent auf. Das ein oder andere „Das kann ja was werden… “ und „Oh Man…“ von Ben hat zu dieser Zeit nicht gerade aufbauend auf mich gewirkt.

Unser großes Glück war es dann, dass wir mit Miss B nicht nur eine fabelhafte Donna Journaille gefunden hatten, sondern auch eine Schauspiellehrerin mit Broadway Erfahrung, die unter anderem an der HMT Leipzig und der Theaterakademie Sachsen unterrichtet.

Miss BSie hat sich kurzerhand bereit erklärt mir einen Crash-Kurs zu verpassen und in zwei Mal drei Stunden Atemtechnik, kerzengerade stehen, Improvisationsübungen und immer wieder und wieder die gemeinsamen Szenen durchgehen doch ein bisschen den Schauspieler aus mir herauszukitzeln und mir dadurch Selbstvertrauen zu geben.

Ich sag Euch, das war teilweise ganz schön abgefahren. Ich glaube wer der Meinung ist, dass Schauspielerei kein richtiger Beruf und das doch nichts weiter als Scharlatanerie sei, dem rate ich, das erst einmal selbst auszuprobieren. Wenn man von jetzt auf gleich imaginäre römische Senatoren davon überzeugen soll, alte Straßen für teures Geld zu renovieren ohne, dass Sie selbst etwas davon haben und man gleichzeitig seine eigene Reputation nicht verlieren darf, dann kommt man ganz schnell ins Schwitzen. Und auch ich, der ich mich für recht eloquent halte stand schön blöd da und habe um Worte und Luft gerungen.

Spaß gemacht hat es trotzdem jede Menge und mein größter Triumph war es, bei einem Ausflug in die grausame Welt der Gesangübungen mehrere Takte erkannt und tatsächlich einen Ton getroffen zu haben. Und obwohl Sie mich am Ende komplett an die Wand gespielt hat, sage ich: Danke Miss B!

Handfester ging es dann bei unserem Kampftraining zur Sache. Gemeinsam mit unseren tapferen Schergen von Informati Tivi, haben wir von einem befreundeten Kampfsportlehrer und Selbstverteidigungstrainer eine Einführung in Falltechniken und Filmkampf bekommen. Da uns das ganze eigentlich eher spontan zufiel haben wir uns natürlich umso mehr über diese Unterstützung gefreut.

Ohne große Umwege haben wir uns dann in einer Sporthalle vermöbelt und erschossen was das Zeug hielt und sind am Ende mit einigen coolen Moves im Gepäck nach Hause gegangen, die teilweise wirklich von Türstehern und Securitypersonal eingesetzt werden. Auch das war eine Lektion für’s Leben, die unsere kleine Produktion noch etwas professioneller gemacht hat. Danke Enrico!

Script

Neben meiner Herkulesaufgabe als schießwütiger Reporter zu brillieren, war ich ebenfalls dafür zuständig unser Konzept ‚Breaking News‘ in ein Drehbuch zu verpacken. Das lag mir dann schon eher. Die Herausforderung hierbei bestand darin unseren komplexen interaktiven Ablaufplan in einen linearen Text zu pressen. Jede Handlung musste am Ende wieder zu der Storyline passen, die nahtlos an die verschiedenen Varianten anknüpfte, so dass wir je nach Voting die einzelnen Abschnitte fröhlich hin und her puzzeln konnten. Als wir unseren Schauspielern das Drehbuch zukommen ließen bestand dort einiges an Erklärungsbedarf. Ich glaube bis zur Teampremiere wusste nur ich ganz genau was wir da eigentlich alles drehen und wie das am Ende zusammen passen soll. Als selbst Ben eines Drehtages verwirrt war, wusste ich, dass wir mit unserem Konzept alles richtig gemacht hatten.

Da es mein erstes Drehbuch war und ich keinerlei Erfahrung mit der Formatierung eines solchen hatte, stand ich zunächst vor der Aufgabe mich irgendwie zu organisieren. Dabei hat mir die Freeware Celtx geholfen. Das Programm dient zur Erstellung von Scripten und Storyboards und ganze Szenenübersichten mit Icons, sowie Schauspieler-, Location-, Requisiten- und Technikdatenbanken lassen sich nach einiger Einarbeitungszeit mühelos erstellen. Eine ganz klare Softwareempfehlung!

Schnappschuss (2015-12-23 12.28.10)

Besonderen Dank möchte ich hier an unsere beiden Fans aussprechen, die sich via Startnext einen eigenen Satz im Script sicherten. Während sich der Lobgesang auf den VFB Stuttgart noch einigermaßen leicht in die Clubszene in Episode 1 einbauen ließ, hatte ich mit:

„Eigentlich würde ich schon ganz gerne mal in Llanfairpwllgwyngyllgogerychwyrndrobwllllantysiliogogogoch Urlaub machen, aber ich leide unter Hippopotomonstrosesquippedaliophobie.

doch schon eher meine Probleme. Vielen Dank Stephan S.! Um ehrlich zu sein hatte ich keine Lust diesen Satz selbst zu sagen und so habe ich meine Macht als Autor genutzt um diesen kurzerhand Nicks guten alten Radiokollegen Carol Schimacki aka. Dominic Hellwig unterzujubeln. (107,6 Periode 6 – Das Kulturradio werden wir Euch in absehbarer Zeit auch noch zum anhören bereitstellen)

Als Schauspieler und gleichzeitig Drehbuchautor, der sich seine eigenen Witze schreibt – oder eben auch nicht, kam ich mir dann doch manchmal ziemlich albern vor, als ich die Dialoge auf Sprechbarkeit prüfte und sie laut aufsagte. So oder ähnlich muss sich auch Sylvester Stallone gefühlt haben, als er an dem Drehbuch für The Expendables saß und sich seine eigenen Parts mit einem Monstergag nach dem anderen schrieb.

Ich für meinen Teil bin sehr stolz auf den Anchorman-Apporach, der es leider nicht in Euren Communitycut geschafft hat, aber nichtsdestotrotz könnt Ihr Euch diesen ja auch bald ansehen und bis dahin könnt Ihr schonmal üben.

Listen and repeat: Port mish me erëza! (Sprich: pohrt müsch meh ere-ehsa!)

Zum Angriff! Episode 3 von Breaking News auf YouTube!


Homepage_EP3


Heute wird scharf geschossen! Nick Rumble bekommt es in der dritten Episode von Breaking News mit den fiesen Schergen des mysteriösen Fernsehsenders Informati Tivi zu tun! Schwer bewaffnet geht es in den Kampf.

Ansehen könnt Ihr Euch das Spektakel auf unserer interaktiven Seite! Dort könnt Ihr auch gleich für die vierte und letzte Episode ‚Finale‘ abstimmen. Diese wird am 18.12.2015 um 18 Uhr veröffentlicht.

Das Reis+ Team wünscht Euch viel Spaß!